Wandgestaltungskonzept für die Tagesklinik des Kantonsspitals Winterthur
Auf Anfrage von Diagonal Architekten in Winterthur habe ich ein umfassendes Konzept für die Wandgestaltung der Tagesklinik des Kantonsspitals Winterthur entwickelt. Ziel war es, eine visuell ruhige, freundliche und zugleich identitätsstiftende Atmosphäre zu schaffen, die Patientinnen, Patienten und Mitarbeitende gleichermaßen anspricht.
Konzeptentwicklung und Zusammenarbeit
Das Projekt entstand in enger Abstimmung mit allen relevanten Beteiligten:
der Spitaldirektion
der Pflegeleitung
der Pädiatrie
dem Stationsteam
den Architekt*innen
der Bauleitung
Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit stellte sicher, dass sowohl funktionale Anforderungen als auch ästhetische und emotionale Bedürfnisse berücksichtigt wurden.
Gestaltungselemente
Entwicklung eines durchgängigen visuellen Konzepts für alle Räume der Tagesklinik
Gestaltung von sieben Murals, die thematisch, farblich und formal miteinander verbunden sind
Ergänzende Fensterfolien‑Designs, die das Konzept weiterführen und den Räumen zusätzliche Tiefe und Struktur verleihen
Harmonische Farbwelten, die Ruhe, Orientierung und Wohlbefinden fördern
Wirkung im Raum
Das Ergebnis ist ein kohärentes, beruhigendes und zugleich inspirierendes Gestaltungskonzept, das die Aufenthaltsqualität in der Tagesklinik spürbar verbessert. Die Murals schaffen Orientierung, erzählen visuelle Geschichten und tragen zu einer positiven Atmosphäre im medizinischen Umfeld bei.
Feuer fürs Foyer
Der Auftakt der Gestaltung beginnt im Foyer vor der Klinik, wo das erste Element inszeniert wird: Feuer. Ein intensiver, warmer Sonnenuntergang über einer verschneiten Landschaft bildet den visuellen Einstieg in die Themenwelt der vier Elemente und schafft einen emotionalen Ankerpunkt für alle, die den Bereich betreten.
In den drei angrenzenden Ruheräumen setzt sich die visuelle Reise durch die vier Elemente fort und führt die Besucher*innen Schritt für Schritt in unterschiedliche Stimmungswelten.
Rezeption
Verbindung von Empfangstheke und Seitenwand
Die Empfangstheke und die seitliche Wand mit der Tür werden durch einen illustrierten Pfad miteinander verbunden, der sich harmonisch in die Berglandschaft des Luftelements einfügt. Der Weg führt Besucher*innen visuell durch die Szene und schafft eine natürliche Orientierung im Raum.
Motive entlang des Weges
Enziane setzen farbige Akzente und verankern die Illustration in der alpinen Pflanzenwelt.
Feuersalamander bringen Bewegung und Lebendigkeit in die Szene.
Ein wohlgenährtes Gämsi sorgt für einen humorvollen, warmen Moment und macht die Landschaft besonders einladend.
Die Wand mit dem Waldkauz bildet den visuellen Übergang zum letzten Ruheraum der Tagesklinik. Der kleine Vogel fungiert als freundlicher Wegbegleiter und leitet Besucher*innen in das letzte Aufwachzimmer.
Aufwachraum für Kinder
Der vierte Ruheraum wird überwiegend von kleinen Patientinnen und Patienten genutzt, weshalb die Gestaltung hier bewusst farbiger und verträumter gewählt wurde. Die Atmosphäre soll Geborgenheit vermitteln, Fantasie anregen und den Aufenthalt für Kinder so angenehm wie möglich machen.